Das Muster das verbindet

Das 2009 begonnen und 2012 zu einem vorläufig, jedoch nicht endgültigen Abschluss gekommene Projekt Das Muster das verbindet, ist allein aufgrund seines außerordentlichen Umfangs bemerkenswert. Es umfasst eine Vielzahl von Büchern in der der Künstlerin eigenen Ästhetik, die sich in besonders feinen Papieren bekundet und den Werken Handlichkeit und Leichtigkeit verleiht. Dem Material korrespondiert die technische Umsetzung in durchweg feingliedrigen Tuschezeichnungen, bisweilen dezent um Ausführungen mit Aquarellfarbe erweitert. Gelegentlich greift Fahrner auch auf Linolschnitte zurück, ebenso auf gestempelte Einheiten, letzteres vornehmlich bei der Wiedergabe von Schriftzeichen.

In unterschiedlicher Anzahl zusammengefasst bilden die Bücher Gruppen, die innerhalb des Projektes eigene Werkeinheiten bilden, zugleich aber über einen internen Dialog miteinander verbunden sind. Dieser Dialog wird von einem dichten Gewebe aus Text- und Bildzeichen getragen. Die jeweilige Eigenart einzelner Gruppen tritt unter anderem am äußeren Erscheinungsbild hervor. So sind einige der Einbände umfassend farbig und stellenweise mit einer schillernden Marmorierung versehen, andere hingegen weisen ein klar umrissenes Titelmotiv auf, das vignettenartig das vordere Cover schmückt. Wieder andere zeigen nicht mehr als einen nüchternen, mit einer Schablone aufgetragenen Schriftzug.

Befördern die Formalia ein weitgehend homogenes Erscheinungsbild, treten die Unterschiede umso prägnanter über die Inhalte hervor, vornehmlich Referenzen aus Literatur und Wissenschaft. Jedes Buch untersteht einem spezifischen Thema, das als Leitlinie für die künstlerische Umsetzung dient und bisweilen im Buchtitel, häufig einem Zitat, explizit wird.[1] Etwa referiert Fahrner mit „All Space in a notshall“ auf James Joyces Finnegans Wake, mit „Fools rush in where angles fear to treat“ auf Alexander Popes An Essay on Criticism oder mit „sunt lacrimae rerum“ auf Vergils Äneas-Epos.[2] Dass es sich bei diesen Formulierungen lediglich um lose Verweisungen handelt, die Künstlerin keineswegs einen illustrierenden Bezug anstrebt oder mehr als eine ihre eigenen Gedanken anstoßende Verweisung in ihnen sieht, wird daran deutlich, dass einige Titel nicht auf einzelne Bücher konzentriert bleiben, vielmehr wiederholt und zudem im Zusammenhang ganzer Zyklen auftreten können. Die Titel wirken also wie ein Etikett, das eine Ordnung suggeriert, die zugleich wieder von den künstlerischen Prinzipien unterlaufen wird. Diese bestehen in einem schier unendlichen Repertoire von Zeichen, die immer wieder neu kombiniert, sich in vielfältigen Konstellationen formieren und darüber jedem Buch, jeder Einheit einen eigenen Ausdruck verleihen. Bildhafte Elemente belässt Fahrner zumeist in einem Schwebezustand von Konkretion und nicht entschlüsselbarem Bezug. Doch gerade in diesem Spannungsgefüge korrespondieren sie den Texten, in denen sich Eigenes und Gefundenes durchdringen. Die Grenzen verlaufend fließend, weil die aus der Weltliteratur aufgegriffenen Stellen lediglich Fahrners eignes Denken widerspiegeln, ihr Formulierungen für das liefern, was bereits in ihren Gedanken oder Empfindungen präsent ist. Das sich im Text Kondensierende liefert wiederum Inspiration für die weitere Produktion. Umgekehrt schärft das eigene Arbeiten den Sinn für das schon im weiten Gefüge des Literaturkosmos Aufgezeichnete, hilft der Künstlerin beim Auffinden des für sie jeweils Relevanten. Das Ergebnis ist ein Geflecht, dessen Wurzeln nicht mehr auszumachen sind. Sie gründen in der Wahl der Lektüre, den Texten, denen sich Fahrner fortwährend aussetzt, um sich dann im weiten Feld des Schreibens und Zeichnens zu formen. So gehen Lektüre, Zeichnen und Schreiben nahtlos ineinander über, um letztendlich in einem dichten Zusammenspiel aus Text, Zeichnung und Fotografie Ausdruck zu gewinnen. Von der Künstlerin selbst aufgenommene Fotografien erhalten insbesondere auf den als „Schautafeln“ bezeichneten Blättern ihren Auftritt.


Schautafeln als ordnende Erinnerung

Die Schautafeln bilden einen weiteren, sich qualitativ wie formal deutlich gegen die Bücher absetzenden Teil von Das Muster das verbindet. Zum einen fallen sie größer aus, zum anderen weisen sie mit Kombinationen aus Fotografien und Texten collagenartige Ensembles auf, wie sie in den Büchern nicht vorkommen. Dabei treffen ausgeschnittene Zeilen, deren akkurate Buchstabenformen entweder die Schreibmaschine oder die Verwendung einer Schablone verraten, mit handschriftlichen Kommentaren zusammen. Letztere erscheinen wie ein Quellenvermerk, der aber nur selten einen Autor nennt. So fügt sich einem Gedanke wie dem in Schablonenschrift fixierten „je deutlicher ich etwas als unsinn erfahre, je deutlicher erfahre ich die grenzen der strukturen, die unserer erkenntnis zugrunde liegen“ der handschriftliche Vermerk an „Das Netz der Erinnerungen – die Schulung der Erinnerungen –“ Die Interpunktion – etwa endet der zweite Satz mit einem Gedankenstrich – wie auch die Differenzierung nach Groß- und Kleinschreibung ist gezielt zur Unterscheidung der Kategorien gewählt.

Mit den Fotografien auf den Schautafeln bringt Fahrner ein weiteres ihr Arbeiten charakterisierendes Medium ein. Es handelt sich um durchweg aus geringer Distanz aufgenommene Motive, bei denen der Gesamteindruck hinter den Ausschnitt zurücktrifft, häufig nur Strukturen, gleichsam eine Mikrokosmos zu erkennen gibt, der in seiner Zeichenhaftigkeit nicht nur dem Duktus der Künstlerin folgt, sondern den Blick für das öffnet, was allgemein schnell übersehen wird oder sich gänzlich der Aufmerksamkeit entzieht. Beispielsweise zeigen die Aufnahmen, wie aus dem schrundigen Riss in der Rinde eines Baumstammes kleine blütenartige Auswüchse hervortreten. An anderer Stelle steigern sie den haarigen Körper einer Raupe mitsamt einer Blütendolde ins Monumentale.

Bei aller Unterschiedlichkeit, die das fotografische Vorgehen gegenüber den Zeichnungen und Texten bedeutet, korrespondiert es doch den das Werk Fahrners leitenden Prinzipien, nämlich das Wechselspiel aus Auffinden und Neuschaffen zu aktivieren. Fast scheint es, als wolle die Künstlerin vermitteln, wie alles schon in irgendeiner Form vorhanden ist und es lediglich gälte, den rechten Blick auf die Dinge zu gewinnen. Die Schautafeln – die Bezeichnung legt es nahe – fordern zum genauen Hinschauen auf – und zwar einem, dass durch Umordnen immer wieder neu fokussiert werden kann. Entsprechend lässt die Künstlerin die Reihenfolge ihrer Tafeln offen.

Mnemosyne

Zieht man in Betracht, dass die Aufnahmen auf den Schautafeln über ein gemeinsames Thema Gruppen bilden, lassen sich lose Bezüge zu dem ikonographischen System Aby Warburgs ziehen, das in ähnlicher Weise eine Zusammenstellung von zwar unterschiedlichen, aber doch aufeinander zu beziehende Motive auf Tafeln vorsah. Unter dem Titel „Mnemosyne“ kündigte Warburg 1927 die Veröffentlichung eines aus solchen Schautafeln gefügten Bilderatlas an. In zahlreichen Notizen hielt er seine Überlegungen zur Beschriftung und Ordnung fest.

Auch wenn die Unterschiede hinsichtlich Absicht und Methode bei Warburg und Fahrner eklatant sind, wird doch in beiden Fällen das Anliegen deutlich, über die visuelle Form Bezüglichkeiten deutlich zu machen. Abgesehen davon, dass Warburg wie Fahrner mit Fotografien arbeiten, besteht ein weiterer Zusammenhang darüber, dass auch Warburgs Tafeln in einem losen Zusammenhang stehen, der ein Um- und Neustrukturieren jederzeit möglich macht. In beiden Fällen verstehen sich die Tafeln als in sich abgeschlossene Einheiten, die gleichwohl zueinander in vielfältige Beziehungen treten.

1 Schautafel von insgesamt 23, Fotografie, Text, zum Teil collagiert, 25 x 35 cm © Barbara Fahrner

Verzetteln

Das Muster, das verbindet, bekundet sich in einem den Werkgruppen, Büchern und Schautafeln gemeinsamen Prinzip, das einerseits in der Verflechtung von Text- und Bildzeichen, andererseits der Verquickung eines reichen aus Poesie, Naturwissenschaft, Mystik und Philosophie geschöpften Gedankenguts hervortritt. Die sammelnde Tätigkeit der Künstlerin verbindet sich mit kreativer Produktion, wobei beides fließend ineinander übergeht. Fahrner selbst vermerkt auf einer ihrer Schautafeln: „Das Muster ist nichts Festes, es ist eher ein Tanz.“

Sätze, die einen Gedankenfluss besonders gut kondensieren, oder solche, die ihn in einprägsamen Formulierungen erfassen, hält Fahrner fest, notiert sie zunächst auf Zetteln, die sie in einem Zettelkasten sammelt, um von dort das Notierte für das künstlerische Arbeiten wirksam zu machen. Form und Gestalt erhalten sie in Bild und Text aufsummierenden, bisweilen kalligrafische Züge annehmenden Ausformungen. So entfaltet sich auch hier das verbindende Muster. Fahrner selbst spricht von „Verzettlung“ und legt damit ebenso ihre Arbeitsprinzipien wie auch die das Werk einende Struktur offen. In Das Muster das verbindet erhalten Verzettlung, Verweisungen und wechselseitige Referenzen visuelle Gestalt.

7 Bücher, 12 Sätze & 23 Schautafeln

Das Muster das verbindet. Schriftafel mit dem einleitenden Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

7 Bücher, 12 Sätze & 23 Schautafeln ist eine konzentrierte Auswahl aus Das Muster das verbindet und bildet, erachtet man bereits Das Muster das verbindet als Summe von Fahrners Oeuvre, als Summe der Summe eine Metareferenz. Die eigens für 7 Bücher, 12 Sätze & 23 Schautafeln formulierten Sätze reflektieren Fahrners Vorgehensweise, erfassen sie doch, was der Künstlerin bedeutsam erscheint, worin sie Sinn und Zweck des künstlerischen Arbeitens sieht, und was die Kunst von der Prosaik des Alltäglichen unterscheidet. So gesehen liefern die zwölf Sätze eine Art Anleitung im rechten Umgang mit Kunst, denn, daran lässt Fahrner keinen Zweifel, der Unterschied liegt nicht in den Dingen selbst, sondern in der Haltung ihnen gegenüber, im Blick auf sie.

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 1. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 2. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Im wechselweisen Gegenüber von eigener Kreativität und Bestätigung, unter anderem durch die in der Literatur aufgefundenen Äußerungen von Denkern aller Zeiten, die wiederum den kreativen Prozess freisetzen, liegt der Unterschied von Fahrners 12 Sätzen zu ähnlich konzentriert formulierten Konzepten, wie etwa Sol LeWitts Paragraphs on Conceptual Art und seine Sentences on Conceptual Art oder auch Lawrence Weiners Statements, die in der Formulierung bereits die Struktur des Werkes festlegen.[3] Exemplarisch für solche klaren, in einzelnen Sätzen formulierten Gedankenabfolgen ist Ludwig Wittgensteins Tractatus Philosophicus.[4] Wittgensteins eigener Aussage zufolge soll sein Werk eine Richtlinie für eine klare Äußerung der Gedanken sein. Folglich müssen Gedanken und Sprache voneinander getrennt werden, aller Äußerung habe eine Reflexion über die Logik der Sprache voranzugehen. Bezeichnend für das gesamte Wechselspiel von Gedanken und Aussage ist jene Feststellung, die Wittgenstein gleich im ersten Satz seines Vorwortes triff, nämlich das nur der den Tractatus Philosophicus verstehen werde, der die darin ausgedrückten Gedanken selbst schon einmal gedacht habe.[5] Zugleich erweist sich diese Feststellung wegweisend für Fahrner, besteht doch auch ihr Vorgehen in einem Finden und Auffinden dessen, was im Grunde bereits in ihrem eigenen Gedankenkosmos wurzelt. Dem fügt sich – ebenfalls in unmittelbarer Anlehnung an Wittgenstein, dass der ihr Vorgehen wie ihr Werk leitender Ansatz im Beschreiben und nicht im Erklären wurzelt.[6]

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 3. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 4. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 5. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Damit ist 7 Bücher, 12 Sätze& 23 Schautafeln nicht weniger paradigmatisch für Fahrners Schaffen als Das Muster das verbindet, fallen hier doch grundlegende werkkonstituierende Vorgehensweisen zusammen. Das ist zum einen die aus intensiver Lektüre gewonnene Anregung, zum anderen das Sammeln und Archivieren, das in den Zettelkästen in eine offene Ordnungsstruktur mündet, die immer wieder neu zusammengestellt, die Möglichkeit zahlloser Querverweise bietet und darüber die Gedanken aus einem Zusammenhang in einen anderen migrieren lässt.

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 6. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 7. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 8. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Das Muster das verbindet. Schrifttafel mit dem 9. Satz, 39,5 x 29,5 cm © Barbara Fahrner

Zettelkästen

Der Zettelkasten ist ein bewährtes und zutiefst in der Literatur verankertes Arbeitsmittel, das in so unterschiedlichen Zusammenhängen wie den Romanen Jean Pauls, den Gedankenentwürfen Arno Schmidts und nicht zuletzt Hans Blumenbergs oder Niklas Luhmanns wissenschaftlichem Arbeiten auftaucht.[7] Lev Rubinstein weitet gar das Zettelsystem mit seiner Kartothek zur eigenen literarischen Form aus. An der Schnittstelle von wissenschaftlichem und freikünstlerischem Ansatz erweist sich der Zettelkasten auch für Fahrner als ideales Mittel. Wie bei Schmidt, Blumenberg oder Luhmann wird der Zettelkasten zum Hort eines individuellen Text- und Wissenskosmos, der enzyklopädische Ausmaße annimmt, wenn auch niemals absolute Vollständigkeit anstrebt. Dennoch fungiert der Zettelkasten als ein Archiv, das den Grundstock für Gedanken enthält. Und in dieser Hinsicht findet er seine Widerspiegelung im Muster das verbindet, nicht zuletzt in den Schautafeln, die Fahrner mit dem Zusatz „Archiv der ordnenden Erinnerung“ versieht, wie auch in den Archivschachteln, die der Aufbewahrung der einzelnen Teile des Gesamtprojektes dienen. Wie der Zettelkasten mit der Ordnung seiner Zettel ein Zuvor und ein Danach festlegt, auf eine zurückliegende Lektüre referiert und einen neuen Gedanken bereithält, weist auch Das Muster das verbindet in zwei Richtungen, indem es sich mit dem Vorhandenen auseinandersetzt und gleichzeitig auf einen neuen Ausdruck zielt.

Karteikasten mit Sammlung von Zitaten, Sätzen und Literaturverweisen

[1] Die Lektüre findet Niederschlag in vielen von Fahrners Werken. Hierzu vgl. die Bibliographie der Künstlerin.

[2] James Joyce: Finnegans Wake, Dublin 1986, S. 455 (Z 29). Alexander Pope: An Essay on Criticism, 1711, Vers 625. Der Vers wird nachfolgend wiederholt zitiert, so von Edmund Burke in Reflection on the Revolution in France oder von Abraham Lincoln in seiner Rede von 16. Oktober 1854 in Peoria/Illinois. Vergil: Aeneis, Buch 1, Z. 462. In Erinnerung an seine gefallenen Kameraden äußert Aeneis: „sunt lacrimae rerum et mentem mortalia tangunt”, was soviel bedeutet wie „Es fließen Tränen für Dinge, die den sterblichen Geist berühren.”

[3] Sol LeWitt: Paragraphs on Conceptual Art, in: Artforum, 5:10 (Summer 1967), S. 79–84; Sentences on Conceptual Art, in: Art-Language, Mai 1969. Lawrence Weiner: Statements, hg. v. Seth Siegelaub, New York 1968.

[4] Ludwig Wittgenstein: Tractatus Philosophicus, 1918, in: ders.: Logisch-philosophische Abhandlung, Tractatus logico-philosophicus. Werkausgabe in 8 Bänden, Frankfurt am Main 1998, Bd. 1.

[5] Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen, in: ders. Werkausgabe in 8 Bänden, Frankfurt am Main 1993, Bd. 1, S. 9.

[6] „Es darf nichts Hypothetisches in unsern Betrachtungen sein. Alle Erklärung muß fort, und nur Beschreibung an ihre Stelle treten.“ Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen, in: ders. Werkausgabe in 8 Bänden, Frankfurt am Main 1993, Bd. 1, S. 298 f.

[7] Zum weitgreifenden Einsatz von Zettelkästen vgl. Ausst.-Kat. Zettelkästen Maschinen der Phantasie, hg. v. Heike Gfrereis, Marbach am Neckar 2013.